Bereits zum zweiten Mal hat die ÖGVS österreichische Unternehmen ausgezeichnet, die sich mit einer weit überdurchschnittlichen Innovationskraft in ihrem Segment hervorgetan haben. Zusätzlich wurden in diesem Jahr auch die Unternehmen mit dem Innovations-Award 2021/22 gekürt, die in ihrem Bundesland zu den Spitzenreitern zählen.
Die Industrie 4.0 mit ihrer fortschreitenden Automatisierung und Digitalisierung sowie der durch die Globalisierung weiter zunehmende Wettbewerbsdruck stellen große Herausforderungen an hiesige Unternehmen. Um diesen gerecht zu werden, ist kontinuierlicher Erfindergeist gefordert, der in Reinform als Patent zum Ausdruck kommt.
Methodik und Auszeichnung
Bewertungsgrundlage waren daher erneut alle Patentanmeldungen österreichischer Unternehmen im Jahr 2020. Konkret wurde segmentübergreifend auf Basis des Corporate Patent-Klassifizierungssystems (CPC) die Anzahl der Patente untersucht, die in Österreich ansässige Unternehmen im Jahr 2020 erteilt bekommen haben. Die Recherche umfasste dabei die Datengenerierung aller Patentämter weltweit. Abgerundet und in einem Score-Wert verdichtet wurde die Basis-Größe Patentanzahl durch das qualitative Moment der Zitationshäufigkeit.
Zusätzlich wurde auch eine geografische Auswertung vorgenommen, um die innovativsten Unternehmen je Bundesland zu ermitteln.
Länderwertung: Oberösterreich vor Wien
Die meisten Patente – knapp 800 – wurden im Untersuchungszeitraum 2020 Unternehmen erteilt, die ihren Sitz in Oberösterreich haben, wobei die dort ansässige Miba AG, Primetales Technology Austria und Engel Austria allein 20 Prozent aller Patente aus Öberösterreich verantworten. Auf Platz zwei im Länder-Ranking folgt Wien mit 717 Patenten. Hier stammen allein aus den Laboren der Borealis AG 167 Patente. Die Steiermark, in der mit AVL List, der ams AG und Magna Styr drei Patent-Schwergewichte beheimatet sind, rangiert auf Platz drei.
Österreichische Innovationskraft trotzt Corona
Obwohl das Jahr 2020 für viele Unternehmen ein schwieriges war, zeigte sich die Innovationskraft hiesiger Unternehmen ungebrochen. So konnte die Anzahl der Patentanmeldungen im Vergleich zu den Vorjahren auf gleichem Niveau gehalten werden.
Wie bereits im Vorjahr stachen dabei besonders die Bereiche Elektrotechnik, dicht gefolgt vom Segment „Instrumente“, in dem u.a. Steuerelemente, Kontrollvorrichtungen, optische Sensoren oder auch Module zur Datenverarbeitung zusammengefasst sind und an dritter Stelle das Transportwesen als besonders innovativ hervor. Bekannte Namen wie u.a Infineon Austria, AVL List und ALPLA machten hier die Spitzenpositionen unter sich aus.
Sonderauswertung: Universitäten
In einer eigenen Auswertung wurde in diesem Jahr die Gruppe hiesiger Universitäten und Fachhochschulen betrachtet. Das Patent-Ranking der Bildungseinrichtungen führt souverän die Technische Universität Wien an, gefolgt von der Graz University of Technology und der Universität Wien. Die Medizinische Universität Wien und die Universität für Bodenkultur Wien konnten sich auf den Plätzen vier und fünf behaupten.
Alle Gewinner, sowohl der geografischen, als auch der inhaltlichen Auswertung finden Sie hier:

